Eltern und Kinder

20 Mrz

Unsere Kinder sind die Zukunft, aber viele Eltern lassen ihren Kindern gar keine Möglichkeit sich zu entwickeln. Schon im Vorschulalter wird ihre Zeit komplett verplant. Sprachkurse,Musik, Ballett und vieles mehr werden ihnen aufgedrückt.
Spielen und sich entfalten kommt dann praktisch nicht mehr vor und das geht dann in der Schule weiter und oft bis zum Lebensende. Man braucht dann ständig Beschäftigung, denn was soll man mit sich alleine anfangen? Es wurde einem ja nicht anders beigebracht.
Das ist heute leider bei vielen Erwachsenen zu beobachten und bei noch mehr Kindern.
Kinder werden heute oft nicht mehr begleitet oder betreut, sondern beschäftigt.
Das ist ja auch einfacher, als sich mit den Problemen, Schwierigkeiten, Entwicklungen der Kinder auseinanderzusetzen. Oft wird die Schuld bei Schwierigkeiten im Aussen gesucht, besonders die Erzieher und Lehrer sind dann die Schuldigen. Wenn es dann mal wirklich nicht mehr weitergeht, wird der Psychologe eingeschaltet und wieder hat man die Verantwortung als Eltern erfolgreich delegiert. Manchmal kommt es mir so vor, als ob einige Menschen nur Kinder haben, weil es „dazu“ gehört und nicht weil man einer Seele , eine gemeinsame Erfahrung ermöglichen möchte. Gemeinsam wachsen möchte.
Ich weiss, das wird jetzt nicht jedem gefallen was ich hier schreibe, aber ich beobachte es immer mehr. Das merkt man daran, dass Kinder nicht mehr spielen können, sie warten auf Beschäftigung durch Dinge im Aussen oder z. B. durch Game Boy,oder anderes.
Soziale Kompetenz ist sehr oft nicht mehr vorhanden. Kein Respekt und Achtung vor anderen Menschen ,Tieren und Werten , z. B. fallen sie anderen immer ins Wort und bekommen einen Tobsuchtsanfall, wenn sie nicht sofort Aufmerksamkeit bekommen.Oft zerstören sie auch Dinge anderer Menschen, ohne sich Gedanken darüber zu machen und das alles, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Und das ist das Problem…AUFMERKSAMKEIT..
Sie haben davon nie oder nur wenig bekommen. Sie werden ja immer wieder abgeschoben in Beschäftigungen. Da geht dann die Achtung und der Respekt und die Erziehung verloren. Das setzt sich dann auch nach der Schule weiter fort und mit jeder weiteren Generation wird es weniger damit.
Als Erwachsener lädt man sich den ganzen Tag, die ganze Woche so voll, dass man bloss keinen Leerlauf hat. Man ist dann wie in einem Hamsterrad, aus dem man scheinbar nie mehr rauskommt. Wenn man mit anderen spricht, bekommt man Aufmerksamkeit, weil man ja soviel tut und macht. Scheinbare Bewunderung kommt dann über Sätze wie:“ Wie du das schaffst, unglaublich, ich könnte das nicht“
Dann fühlt man sich kurz gut. Für mehr Nähe zu anderen ist ja keine Zeit da und schon geht es wieder ab in das Hamsterrad.Dann kommt der Jahresurlaub und die Panik bloss nicht an einem Strand zu liegen und lesen zu müssen, oder noch schlimmer, nichts zu tun.
Also schnell mal schauen, was man alles an Aktivitäten noch machen kann.
Das geht solange, bis die „Batterie“ alle ist und der Burnout vor der Türe steht, oder gar etwas Schlimmeres.
Das ist eine zweite Chance, doch noch seinen
Sinn des Lebens zu leben.
Jetzt bekommt man noch einmal die Möglichkeit sich zu begegnen und seinen Weg zu erkennen und zu gehen.
Meistens ist das eine sehr schwere und sehr schmerzhafte ( emotional und körperlich) Erfahrung, die nicht sein müsste.
Lasst es nicht so weit kommen, betreut und begleitet eure Kinder, anstatt sie nur zu beschäftigen.
Als Erwachsener tretet mal auf die Bremse, holt euch jemanden, der euch bei euren ersten Schritten auf euch selbst zu, hilft. Es lohnt sich. 
Übrigens, ich weiss wovon ich rede, ich habe selber drei Töchter 

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